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	<title>Kommentare für PolitOhr</title>
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	<description>Kritischer Blick auf Schweizer Politik</description>
	<lastBuildDate>Tue, 15 Nov 2011 22:37:28 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Kommentar zu CVP wird FDP bei der Sitzzahl überholen von Jan Flückiger</title>
		<link>http://politohr.ch/2011/11/13/cvp-und-fdp-sind-genau-gleich-stark/#comment-83</link>
		<dc:creator><![CDATA[Jan Flückiger]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Nov 2011 22:37:28 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://politohr.ch/?p=160#comment-83</guid>
		<description><![CDATA[ich gebe ihnen teilweise recht, mindestens was den anspruch der bdp betrifft. der wähleranteil bildet eben nur eine seite der medaille ab. die bundesversammlung besteht ja aus zwei gleichberechtigten kammern. und bei regierungsrats- und ständeratswahlen zeigt sich, dass das volk in der exekutive bzw. bei majorzwahlen gemässigte, kompromissbereite köpfe will. und anscheinend scheint es in der cvp (und auch in der fdp) mehr davon zu haben als in den wählerstarken polparteien. 

würde man den reinen proporz nach hagenbach-bischof anwenden - so wie in den meisten kantonen gewählt wird - dann käme übrigens die svp auf 3 bundesratssitze, noch bevor die fdp auf zwei kommt (26.4/3 &gt; 15.1/2).

was ich damit meine, ist: es ist eben keinesfalls &quot;eindeutig&quot;, dass sich die konkordanz nur auf die wähleranteile bezieht. die regeln der konkordanz sind nirgends aufgeschrieben. und am schluss muss das parlament eine mehrheitsfähige lösung finden.

wenn man die sache einigermassen neutral anschaut, muss man feststellen, dass eine formel 2 svp, 1 fdp, 1 cvp/evp, 2 sp/grüne und 1 joker in der mitte die verhältnisse im parlament ziemlich gut abbilden. mir ist bewusst, dass man die mitteparteien nicht alle in einen topf werfen kann. und mir ist auch bewusst, dass kleinstparteien eigentlich keinen anspruch auf bundesratssitze haben. aber dennoch würde diese formel die mehrheitsverhältnisse im parlament am besten abbilden. 

denn auch im parlament werden bdp und glp neu neben der cvp das zünglein an der waage spielen. das vernünftigste wäre, wenn bdp und cvp mittelfristig fusionieren würden, da sie sich programmatisch kaum unterscheiden. umgekehrt tun das aber sp und grüne auch nicht und trotzdem werden die grünen wählerprozente immer schön herangezogen um die beiden sp-spitze zu legitmieren.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ich gebe ihnen teilweise recht, mindestens was den anspruch der bdp betrifft. der wähleranteil bildet eben nur eine seite der medaille ab. die bundesversammlung besteht ja aus zwei gleichberechtigten kammern. und bei regierungsrats- und ständeratswahlen zeigt sich, dass das volk in der exekutive bzw. bei majorzwahlen gemässigte, kompromissbereite köpfe will. und anscheinend scheint es in der cvp (und auch in der fdp) mehr davon zu haben als in den wählerstarken polparteien. </p>
<p>würde man den reinen proporz nach hagenbach-bischof anwenden &#8211; so wie in den meisten kantonen gewählt wird &#8211; dann käme übrigens die svp auf 3 bundesratssitze, noch bevor die fdp auf zwei kommt (26.4/3 &gt; 15.1/2).</p>
<p>was ich damit meine, ist: es ist eben keinesfalls &#8220;eindeutig&#8221;, dass sich die konkordanz nur auf die wähleranteile bezieht. die regeln der konkordanz sind nirgends aufgeschrieben. und am schluss muss das parlament eine mehrheitsfähige lösung finden.</p>
<p>wenn man die sache einigermassen neutral anschaut, muss man feststellen, dass eine formel 2 svp, 1 fdp, 1 cvp/evp, 2 sp/grüne und 1 joker in der mitte die verhältnisse im parlament ziemlich gut abbilden. mir ist bewusst, dass man die mitteparteien nicht alle in einen topf werfen kann. und mir ist auch bewusst, dass kleinstparteien eigentlich keinen anspruch auf bundesratssitze haben. aber dennoch würde diese formel die mehrheitsverhältnisse im parlament am besten abbilden. </p>
<p>denn auch im parlament werden bdp und glp neu neben der cvp das zünglein an der waage spielen. das vernünftigste wäre, wenn bdp und cvp mittelfristig fusionieren würden, da sie sich programmatisch kaum unterscheiden. umgekehrt tun das aber sp und grüne auch nicht und trotzdem werden die grünen wählerprozente immer schön herangezogen um die beiden sp-spitze zu legitmieren.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu CVP wird FDP bei der Sitzzahl überholen von Lukas Leuzinger</title>
		<link>http://politohr.ch/2011/11/13/cvp-und-fdp-sind-genau-gleich-stark/#comment-82</link>
		<dc:creator><![CDATA[Lukas Leuzinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Nov 2011 19:35:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://politohr.ch/?p=160#comment-82</guid>
		<description><![CDATA[@Jan Flückiger:
&quot;Mehrheiten gibt es, wenn eine Mehrheit der gewählten Personen entscheidet.&quot;
Das habe ich nie bestritten. Ich sprach von der Legitimität bzw. vom Anspruch einer Partei auf einen Sitz. Und da beziehen sich die Regeln der Konkordanz eindeutig auf die Wähleranteile, denn es geht ja darum, dass die Parteien entsprechend ihrer Unterstützung in der Bevölkerung in der Regierung vertreten sind. Dass in der Realität die Sitzverhältnisse eine Rolle spielen, ist unbestritten.
Ich habe das Beispiel von CVP und SP nur genannt, um zu zeigen, dass solche mathematischen Übungen wenig Aussagekraft haben. Auf die gleichen Milchbüchleinrechnungen greift ja auch die BDP zurück, um ihren Sitzanspruch irgendwie zu rechtfertigen: Sie bezieht kurzerhand auch die Wähleranteile von GLP bzw. GLP und CVP mit ein, damit sie ihren Sitz behalten kann.
Das ändert nichts an der Tatsache, dass einer Partei mit 5 Prozent Wähleranteil kein Bundesratssitz zusteht - egal wie oft Herr Grunder nun seine &quot;Mitte-Allianz&quot; beschwört.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Jan Flückiger:<br />
&#8220;Mehrheiten gibt es, wenn eine Mehrheit der gewählten Personen entscheidet.&#8221;<br />
Das habe ich nie bestritten. Ich sprach von der Legitimität bzw. vom Anspruch einer Partei auf einen Sitz. Und da beziehen sich die Regeln der Konkordanz eindeutig auf die Wähleranteile, denn es geht ja darum, dass die Parteien entsprechend ihrer Unterstützung in der Bevölkerung in der Regierung vertreten sind. Dass in der Realität die Sitzverhältnisse eine Rolle spielen, ist unbestritten.<br />
Ich habe das Beispiel von CVP und SP nur genannt, um zu zeigen, dass solche mathematischen Übungen wenig Aussagekraft haben. Auf die gleichen Milchbüchleinrechnungen greift ja auch die BDP zurück, um ihren Sitzanspruch irgendwie zu rechtfertigen: Sie bezieht kurzerhand auch die Wähleranteile von GLP bzw. GLP und CVP mit ein, damit sie ihren Sitz behalten kann.<br />
Das ändert nichts an der Tatsache, dass einer Partei mit 5 Prozent Wähleranteil kein Bundesratssitz zusteht &#8211; egal wie oft Herr Grunder nun seine &#8220;Mitte-Allianz&#8221; beschwört.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu CVP wird FDP bei der Sitzzahl überholen von Jan Flückiger</title>
		<link>http://politohr.ch/2011/11/13/cvp-und-fdp-sind-genau-gleich-stark/#comment-81</link>
		<dc:creator><![CDATA[Jan Flückiger]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Nov 2011 07:51:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://politohr.ch/?p=160#comment-81</guid>
		<description><![CDATA[@Lukas Leuzinger: &quot;die Legitimität eines Sitzanspruchs in der Regierung basiert jedoch noch immer auf dem Wähleranteil&quot;. Wer sagt das? Steht das irgendwo festgeschrieben? Das sagen logischerweise die Parteien, die von diesem System profitieren. Aber in Bern sitzen Leute und nicht Wählerprozente. Mehrheiten gibt es, wenn eine Mehrheit der gewählten Personen entscheidet.

Zum zweiten Argument: Die CVP mit der SP in einen Topf zu werfen, ist etwas gewagt. Die CVP steht bei Abstimmungen im Parlament mindestens so häufig auf der Seite der FDP (oder auch SVP) wie der SP. Im Endeffekt bilden in den meisten Fällen SVP, FDP und CVP (und neuerdings BDP) einen bürgerlichen Block. Die bürgerliche Mehrheit im Bundesrat ist entsprechend unbestritten. 

Um trotzdem ihrer Argumentation zu folgen: Mitte-Links hat im Parlament sehr wohl mehr Stimmen als Mitte-Rechts, wenn sie die CVP wirklich nur zu Mitte-Links zählen wollen: SP, Grüne, CVP, EVP, BDP und GLP kommen auf mehr als 50 Prozent der Stimmen. Dass die CVP das Zünglein an der Waage spielt, ist im Parlament schon lange Realität. Wieso also nicht im Bundesrat?]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Lukas Leuzinger: &#8220;die Legitimität eines Sitzanspruchs in der Regierung basiert jedoch noch immer auf dem Wähleranteil&#8221;. Wer sagt das? Steht das irgendwo festgeschrieben? Das sagen logischerweise die Parteien, die von diesem System profitieren. Aber in Bern sitzen Leute und nicht Wählerprozente. Mehrheiten gibt es, wenn eine Mehrheit der gewählten Personen entscheidet.</p>
<p>Zum zweiten Argument: Die CVP mit der SP in einen Topf zu werfen, ist etwas gewagt. Die CVP steht bei Abstimmungen im Parlament mindestens so häufig auf der Seite der FDP (oder auch SVP) wie der SP. Im Endeffekt bilden in den meisten Fällen SVP, FDP und CVP (und neuerdings BDP) einen bürgerlichen Block. Die bürgerliche Mehrheit im Bundesrat ist entsprechend unbestritten. </p>
<p>Um trotzdem ihrer Argumentation zu folgen: Mitte-Links hat im Parlament sehr wohl mehr Stimmen als Mitte-Rechts, wenn sie die CVP wirklich nur zu Mitte-Links zählen wollen: SP, Grüne, CVP, EVP, BDP und GLP kommen auf mehr als 50 Prozent der Stimmen. Dass die CVP das Zünglein an der Waage spielt, ist im Parlament schon lange Realität. Wieso also nicht im Bundesrat?</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Kommentar zu CVP wird FDP bei der Sitzzahl überholen von Lukas Leuzinger</title>
		<link>http://politohr.ch/2011/11/13/cvp-und-fdp-sind-genau-gleich-stark/#comment-80</link>
		<dc:creator><![CDATA[Lukas Leuzinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 21:57:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://politohr.ch/?p=160#comment-80</guid>
		<description><![CDATA[Da die CVP ohnehin keine Chance auf einen zweiten Sitz hat, ist der direkte Vergleich zwischen CVP und FDP nur bedingt relevant. Die Sitzzahl der CVP ist nur indirekt, nämlich
im Kampf zwischen der BDP und der FDP, entscheidend. In jedem Fall ist die Anzahl Sitze realpolitisch zwar entscheidend, die Legitimität eines Sitzanspruchs in der Regierung basiert jedoch noch immer auf dem Wähleranteil.
Übrigens kann man das Argument, wonach FDP und SVP zusammen nur 41.7 Prozent der Stimmen auf sich vereinen, mühelos auf SP, CVP und BDP ummünzen. Diese haben zusammen sogar noch weniger Wähleranteil, aber gegenwärtig die Mehrheit im Bundesrat...]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Da die CVP ohnehin keine Chance auf einen zweiten Sitz hat, ist der direkte Vergleich zwischen CVP und FDP nur bedingt relevant. Die Sitzzahl der CVP ist nur indirekt, nämlich<br />
im Kampf zwischen der BDP und der FDP, entscheidend. In jedem Fall ist die Anzahl Sitze realpolitisch zwar entscheidend, die Legitimität eines Sitzanspruchs in der Regierung basiert jedoch noch immer auf dem Wähleranteil.<br />
Übrigens kann man das Argument, wonach FDP und SVP zusammen nur 41.7 Prozent der Stimmen auf sich vereinen, mühelos auf SP, CVP und BDP ummünzen. Diese haben zusammen sogar noch weniger Wähleranteil, aber gegenwärtig die Mehrheit im Bundesrat&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Rechte und Linke stehen jetzt in der Verantwortung von Peter Schlemihl</title>
		<link>http://politohr.ch/2011/07/28/rechte-und-linke-stehen-jetzt-in-der-verantwortung/#comment-77</link>
		<dc:creator><![CDATA[Peter Schlemihl]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 12:57:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://politohr.ch/?p=145#comment-77</guid>
		<description><![CDATA[Was hier leider ausgeklammert wird, ist, dass rechtsextreme, islamfeindliche Kräfte in ganz Europa mittlerweile sehr gut vernetzt sind und sich teilweise mit christlichen Fundamentalisten verbünden.

Auch der Attentäter von Norwegen war Teil dieses gefährlichen Netzwerkes!

Es sollte der SVP eigentlich zu denken geben, dass sie bei rechtsextremen Parteien in ganz Europa zum Vorbild geworden ist (inklusive Übernahme der Plakate) und Leute wie Oskar Freysinger bei rechtsextremen, islamfeindlichen Veranstaltungen als Helden gefeiert werden!]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was hier leider ausgeklammert wird, ist, dass rechtsextreme, islamfeindliche Kräfte in ganz Europa mittlerweile sehr gut vernetzt sind und sich teilweise mit christlichen Fundamentalisten verbünden.</p>
<p>Auch der Attentäter von Norwegen war Teil dieses gefährlichen Netzwerkes!</p>
<p>Es sollte der SVP eigentlich zu denken geben, dass sie bei rechtsextremen Parteien in ganz Europa zum Vorbild geworden ist (inklusive Übernahme der Plakate) und Leute wie Oskar Freysinger bei rechtsextremen, islamfeindlichen Veranstaltungen als Helden gefeiert werden!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Rechte und Linke stehen jetzt in der Verantwortung von Mia</title>
		<link>http://politohr.ch/2011/07/28/rechte-und-linke-stehen-jetzt-in-der-verantwortung/#comment-59</link>
		<dc:creator><![CDATA[Mia]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Jul 2011 20:39:05 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://politohr.ch/?p=145#comment-59</guid>
		<description><![CDATA[@fljan noch zu Nicolas Blancho: die SVP ist in der Schweiz eine Regierungspartei. Die radikalen Islamanhänger sind - soweit ich weiss - in keiner Form in irgendeiner Schweizer Regierung (weder National noch Regional) vertreten.
Also hat so eine Äusserung je nach Urheber ein ganz anderes Gewicht. Blancho kann zwar dieser Meinung sein, reell zählt aber unsere Gesetzgebung. Die Meinung der SVP hingegen fliesst - und zwar massiv - in unsere Gesetzgebung ein. Die Meinung der radikalen Muslime hingegen nicht. Deshalb ist die Empörung natürlich grösser, wenn die reelle Chance besteht, dass eine «Meinung» sich in unserer Gesetzgebung niederschlägt.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@fljan noch zu Nicolas Blancho: die SVP ist in der Schweiz eine Regierungspartei. Die radikalen Islamanhänger sind &#8211; soweit ich weiss &#8211; in keiner Form in irgendeiner Schweizer Regierung (weder National noch Regional) vertreten.<br />
Also hat so eine Äusserung je nach Urheber ein ganz anderes Gewicht. Blancho kann zwar dieser Meinung sein, reell zählt aber unsere Gesetzgebung. Die Meinung der SVP hingegen fliesst &#8211; und zwar massiv &#8211; in unsere Gesetzgebung ein. Die Meinung der radikalen Muslime hingegen nicht. Deshalb ist die Empörung natürlich grösser, wenn die reelle Chance besteht, dass eine «Meinung» sich in unserer Gesetzgebung niederschlägt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Rechte und Linke stehen jetzt in der Verantwortung von Mia</title>
		<link>http://politohr.ch/2011/07/28/rechte-und-linke-stehen-jetzt-in-der-verantwortung/#comment-58</link>
		<dc:creator><![CDATA[Mia]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Jul 2011 20:16:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://politohr.ch/?p=145#comment-58</guid>
		<description><![CDATA[@fljan Mit «SVP-Exponenten» sind wohl nicht die einfachen SVP-Wähler gemeint, sondern eher diejenigen, die zb in Nationalrat - oder regionalen Regierungen sitzen? Es ist klar, dass diese sich in der Regel nicht (öffentlich) radikal fremdenfeindlich äussern (solche Leute würden wohl auch kaum in diese Ämter gewählt, können sich das in dieser Position nicht erlauben) Auch in der Weltwoche wird man garantiert keine einzige Aussage finden, die man klar als «fremdenfeindlich» klassifizieren könnte. Es wird viel mehr ein gewisses Klima kreiert - Köppel hat das in einem anderen Zusammenhang in einem Interview einmal so beschrieben:
Frage der Zeitung: «Also könnte man zwischendurch ja auch mal aufhören, immer in die Kerbe vom Sozialschmarotzer zu hauen und stattdessen zeigen, dass jemand – dank Sozialprogrammen – aus der Unmündigkeit findet?»
 Köppel: «Wir sind ganz dezidierte Kritiker des real existierenden Sozialstaats und seiner Missbräuche. Und da würde ich nie, um diesem Argument die Kraft zu nehmen, eine ganz andere Geschichte hineinflechten».
Natürlich existiert diese Technik auch auf Linker Seite - keine Frage.
Die verächtliche Bezeichnung  «Gutmensch» sagt aber auch etwas darüber aus, dass offenbar sogar aus Sicht der Gegner auf Linker Seite offenbar weniger mit Hass und Verachtung operiert wird. (Dafür vielleicht mit mehr Naivität, Tagträumerei, whatever...).

Aber eine gewisse Empathielosigkeit sieht man - so leid es mir tut - aktuell wirklich öfter auf rechter Seite - einfach so eine generelle Verweigerung sich in irgendeiner Weise mit der Situation anderer Menschen auseinanderzusetzen. Mit der Frage: Wie würde ich behandelt werden wollen, wenn ich in dieser Situation wäre?
Und je mehr man «die Anderen» als Menschen aus den Augen verliert, umso einfacher ist es «radikal» zu werden - in der letzten Konsequenz eben bis zum Massenmord.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@fljan Mit «SVP-Exponenten» sind wohl nicht die einfachen SVP-Wähler gemeint, sondern eher diejenigen, die zb in Nationalrat &#8211; oder regionalen Regierungen sitzen? Es ist klar, dass diese sich in der Regel nicht (öffentlich) radikal fremdenfeindlich äussern (solche Leute würden wohl auch kaum in diese Ämter gewählt, können sich das in dieser Position nicht erlauben) Auch in der Weltwoche wird man garantiert keine einzige Aussage finden, die man klar als «fremdenfeindlich» klassifizieren könnte. Es wird viel mehr ein gewisses Klima kreiert &#8211; Köppel hat das in einem anderen Zusammenhang in einem Interview einmal so beschrieben:<br />
Frage der Zeitung: «Also könnte man zwischendurch ja auch mal aufhören, immer in die Kerbe vom Sozialschmarotzer zu hauen und stattdessen zeigen, dass jemand – dank Sozialprogrammen – aus der Unmündigkeit findet?»<br />
 Köppel: «Wir sind ganz dezidierte Kritiker des real existierenden Sozialstaats und seiner Missbräuche. Und da würde ich nie, um diesem Argument die Kraft zu nehmen, eine ganz andere Geschichte hineinflechten».<br />
Natürlich existiert diese Technik auch auf Linker Seite &#8211; keine Frage.<br />
Die verächtliche Bezeichnung  «Gutmensch» sagt aber auch etwas darüber aus, dass offenbar sogar aus Sicht der Gegner auf Linker Seite offenbar weniger mit Hass und Verachtung operiert wird. (Dafür vielleicht mit mehr Naivität, Tagträumerei, whatever&#8230;).</p>
<p>Aber eine gewisse Empathielosigkeit sieht man &#8211; so leid es mir tut &#8211; aktuell wirklich öfter auf rechter Seite &#8211; einfach so eine generelle Verweigerung sich in irgendeiner Weise mit der Situation anderer Menschen auseinanderzusetzen. Mit der Frage: Wie würde ich behandelt werden wollen, wenn ich in dieser Situation wäre?<br />
Und je mehr man «die Anderen» als Menschen aus den Augen verliert, umso einfacher ist es «radikal» zu werden &#8211; in der letzten Konsequenz eben bis zum Massenmord.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Rechte und Linke stehen jetzt in der Verantwortung von fljan</title>
		<link>http://politohr.ch/2011/07/28/rechte-und-linke-stehen-jetzt-in-der-verantwortung/#comment-57</link>
		<dc:creator><![CDATA[fljan]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Jul 2011 19:20:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://politohr.ch/?p=145#comment-57</guid>
		<description><![CDATA[@Mia: Es ist doch zum Beispiel absurd, dass sich die Linke nicht massiv empört über Leute wie Nicolas Blancho, der sich nicht mal von der Steinigung von Frauen distanziert. Man stelle sich nur mal den Aufschrei vor, ein SVP-Vertreter hätte nur annäherend solche Aussagen gemacht.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Mia: Es ist doch zum Beispiel absurd, dass sich die Linke nicht massiv empört über Leute wie Nicolas Blancho, der sich nicht mal von der Steinigung von Frauen distanziert. Man stelle sich nur mal den Aufschrei vor, ein SVP-Vertreter hätte nur annäherend solche Aussagen gemacht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Rechte und Linke stehen jetzt in der Verantwortung von fljan</title>
		<link>http://politohr.ch/2011/07/28/rechte-und-linke-stehen-jetzt-in-der-verantwortung/#comment-56</link>
		<dc:creator><![CDATA[fljan]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Jul 2011 19:16:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://politohr.ch/?p=145#comment-56</guid>
		<description><![CDATA[@Alexander Müller: Ich meine eben gerade nicht, dass man die SVP für die Tat mitverantwortlich machen kann. Bei den Islamkritikern muss man unterscheiden. Es gibt die liberalen Islamkritiker, die auf Grund von Freiheitsrechten, Rechtsstaat und Integrationsgedanken kritisieren. Es gibt aber auch diejenigen, deren Motiv nahe bei der Xenophobie liegt, da muss ich @Mia recht geben. 

Zumindest diejenigen, auf die sich der Attentäter namentlich beruft, täten gut daran sich von der Tat zu distanzieren. Eben gerade damit die konstruktive Seite der Islamkritik keinen Schaden nimmt. Von den gemässigten Muslimen erwartet man ja auch, dass sie sich von Terroranschlägen radikaler Islamisten distanzieren, auch wenn sie ebenfalls nicht dafür verantwortlich gemacht werden können.

@Mia: In meiner Erfahrung wird sehr schnell von Fremdenhass gesprochen, ohne dass man sich mit den Leuten, denen man das vorwirft, wirklich auseinandersetzt. Ich habe beruflich z.B. viel mit SVP-Exponenten zu tun. Ich habe noch nie von jemanden ein fremdenfeindliches Statement gehört. (Mit einer einzigen Ausnahme vielleicht, das war aber kein Exponent nationalen Formats.)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Alexander Müller: Ich meine eben gerade nicht, dass man die SVP für die Tat mitverantwortlich machen kann. Bei den Islamkritikern muss man unterscheiden. Es gibt die liberalen Islamkritiker, die auf Grund von Freiheitsrechten, Rechtsstaat und Integrationsgedanken kritisieren. Es gibt aber auch diejenigen, deren Motiv nahe bei der Xenophobie liegt, da muss ich @Mia recht geben. </p>
<p>Zumindest diejenigen, auf die sich der Attentäter namentlich beruft, täten gut daran sich von der Tat zu distanzieren. Eben gerade damit die konstruktive Seite der Islamkritik keinen Schaden nimmt. Von den gemässigten Muslimen erwartet man ja auch, dass sie sich von Terroranschlägen radikaler Islamisten distanzieren, auch wenn sie ebenfalls nicht dafür verantwortlich gemacht werden können.</p>
<p>@Mia: In meiner Erfahrung wird sehr schnell von Fremdenhass gesprochen, ohne dass man sich mit den Leuten, denen man das vorwirft, wirklich auseinandersetzt. Ich habe beruflich z.B. viel mit SVP-Exponenten zu tun. Ich habe noch nie von jemanden ein fremdenfeindliches Statement gehört. (Mit einer einzigen Ausnahme vielleicht, das war aber kein Exponent nationalen Formats.)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Rechte und Linke stehen jetzt in der Verantwortung von Alexander Müller</title>
		<link>http://politohr.ch/2011/07/28/rechte-und-linke-stehen-jetzt-in-der-verantwortung/#comment-55</link>
		<dc:creator><![CDATA[Alexander Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Jul 2011 17:30:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://politohr.ch/?p=145#comment-55</guid>
		<description><![CDATA[Es ist weit hergeholt, wenn man die SVP und Islamkritiker für den Terroranschlag in Norwegen verantwortlich machen will. Es gibt keinen kausalen Zusammenhang. Die Politik in der Schweiz hat keinen Einfluss auf das, was in Norwegen geschieht.  Die an Rechte und Islamkritiker gerichtete Forderung sich vom Anschlag in Norwegen zu distanzieren ist absurd. Damit würde man ja einen Bezug zum Täter dieser fürchterlichen Tat eingestehen. Etwas was aber zweifellos nicht zutrifft. Genauso gut könnte man von den Linken eine solch absurde Distanzierung verlangen.

Gerade Initiativen wie die Minarett-Initiative und die Ausschaffungsinitiative tragen dazu bei, dass die Gefahr rechtsextremer Ausfälligkeiten zurück gehen. Dies weil mit der Annahme dieser Initiativen dem Willen und den Bedürfnissen rechter und islamkritischer Menschen entsprochen wird. Logik dahinter: Wenn meinem Willen entsprochen wird, habe ich keinen Grund auszuflippen.

Wir haben in der Schweiz vor allem ein Problem mit linksextremer Gewalt. Diese nimmt zu und wird immer brutaler. Siehe Briefbomben-Anschlag auf Swissnuclear und versuchter Bombenanschlag auf das IBM-Forschungszentrum in Rüschlikon. Linksextreme attackieren inzwischen sogar Politiker. Im Februar 2011 verprügelten sie den SVP-Politiker Hans Fehr. Gegen weitere SVP-Politiker gab es Anschläge an deren Wohnorten. Auch mehrere SVP-Parteizentralen wurden bereits von Linksextremen zerstört. Inzwischen gelingt es Linksextremen sogar schon Delegiertenversammlungen der SVP an ursprünglich geplanten Orten zu verhindern. Aber auch linke Politiker werden zunehmend Opfer von Linksextremen. Am 1. Mai 2006 musste der damalige SP-Bundesrat Moritz Leuenberger eine 1. Mai Rede abbrechen weil Linksextreme Steine aufs Rednerpult warfen. Ein ähnliches Schicksal erlitt jahre Später auch die SP-Bundesrätin Micheline Calmy-Rey. Linksextreme Gewalt ist an 1. Mai-Krawallfesten ja bereits eine Tradition.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist weit hergeholt, wenn man die SVP und Islamkritiker für den Terroranschlag in Norwegen verantwortlich machen will. Es gibt keinen kausalen Zusammenhang. Die Politik in der Schweiz hat keinen Einfluss auf das, was in Norwegen geschieht.  Die an Rechte und Islamkritiker gerichtete Forderung sich vom Anschlag in Norwegen zu distanzieren ist absurd. Damit würde man ja einen Bezug zum Täter dieser fürchterlichen Tat eingestehen. Etwas was aber zweifellos nicht zutrifft. Genauso gut könnte man von den Linken eine solch absurde Distanzierung verlangen.</p>
<p>Gerade Initiativen wie die Minarett-Initiative und die Ausschaffungsinitiative tragen dazu bei, dass die Gefahr rechtsextremer Ausfälligkeiten zurück gehen. Dies weil mit der Annahme dieser Initiativen dem Willen und den Bedürfnissen rechter und islamkritischer Menschen entsprochen wird. Logik dahinter: Wenn meinem Willen entsprochen wird, habe ich keinen Grund auszuflippen.</p>
<p>Wir haben in der Schweiz vor allem ein Problem mit linksextremer Gewalt. Diese nimmt zu und wird immer brutaler. Siehe Briefbomben-Anschlag auf Swissnuclear und versuchter Bombenanschlag auf das IBM-Forschungszentrum in Rüschlikon. Linksextreme attackieren inzwischen sogar Politiker. Im Februar 2011 verprügelten sie den SVP-Politiker Hans Fehr. Gegen weitere SVP-Politiker gab es Anschläge an deren Wohnorten. Auch mehrere SVP-Parteizentralen wurden bereits von Linksextremen zerstört. Inzwischen gelingt es Linksextremen sogar schon Delegiertenversammlungen der SVP an ursprünglich geplanten Orten zu verhindern. Aber auch linke Politiker werden zunehmend Opfer von Linksextremen. Am 1. Mai 2006 musste der damalige SP-Bundesrat Moritz Leuenberger eine 1. Mai Rede abbrechen weil Linksextreme Steine aufs Rednerpult warfen. Ein ähnliches Schicksal erlitt jahre Später auch die SP-Bundesrätin Micheline Calmy-Rey. Linksextreme Gewalt ist an 1. Mai-Krawallfesten ja bereits eine Tradition.</p>
]]></content:encoded>
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